Über uns

Strom aus Wasserkraft seit über 110 Jahren

Seit dem Jahre 1900 erzeugt die Elektrizitätswerk Toblach AG, eines von Südtirols ältesten Energieversorgungsunternehmen, umweltfreundlichen Strom aus Wasserkraft. Die drei betriebseigenen Kraftwerke produzieren jährlich aus dem Wasser der Rienz und seines Seitenzubringers Flodigebach 9-10 Millionen Kilowattstunden elektrische Energie. Die Energiegesellschaft versorgt Toblach, Niederdorf und das Zentrum von Innichen. Das Verteilernetz mit den ca. 80 Netzstationen sorgt dafür, dass der Strom in den Haushalten und Betrieben ankommt.

Das Elektrizitätswerk Toblach wurde am 14. Oktober 1899 gegründet.
Zweck  der neu gegründeten Gesellschaft war der Bau eines Wasserkraftwerkes an der Rienz zur Stromversorgung von Toblach und der Nachbarorte. Damals gab es in Südtirol nur das erst kurz zuvor erbaute Kraftwerk Töll für die Städte Bozen und Meran. Der elektrische Strom und dessen Anwendungen waren noch weitgehend unbekannt. Das Misstrauen der Bevölkerung war dementsprechend groß. So wurde zu Demonstrationszwecken ein kleiner, von einem Wasserrad angetriebener Generator installiert, der in der Sennerei Toblach einige Glühbirnen versorgte. Die Projektierung der Anlage begann.
 

  • 1901 wurde das Kraftwerk Gratsch mit zwei Francis-Zwillingsturbinen in Betrieb genommen.
  • 1903 wurde eine Freileitung nach Innichen gebaut.
  • 1924 wurde das zweite Kraftwerk, das Kraftwerk Flodige im Höhlensteintal gebaut und mit zwei Pelton-Turbinen ausgestattet.
  • 1925 wurde eine Freileitung nach Cortina errichtet.
  • 1938 wurde für das Kraftwerk Flodige ein Wasserspeicher mit einem Inhalt von 4.500m3 in den Fels gesprengt.
  • 1959 wurde das dritte Kraftwerk, das Kraftwerk Schmelze hinter dem Toblacher See gebaut und mit zwei Francis-Maschinensätzen zur Nutzung der Rienz und des Flodigebaches erbaut.
  • 1982 wurde das Kraftwerk Flodige mit einem leistungsfähigeren Maschinensatz ausgestattet, um unabhängig vom übergeordneten nationalen Netz einen Inselbetrieb zu ermöglichen.
  • 1990 wurde die Zentrale Gratsch erneuert und die Francis-Turbinen durch eine Kaplan-Rohrturbine ersetzt.
    Zur Optimierung der Produktion wurden die drei Kraftwerke und das Hauptumspannwerk weitgehend  automatisiert und über eine Funkbrücke miteinander verbunden.
  • 2012 wurde zusammen mit der Gemeinde Toblach und dem Fernheizkraftwerk Toblach-Innichen das Kraftwerk Silvesterbach gebaut und in Betrieb genommen.
    Das Verteilernetz der Elektrizitätswerk Toblach AG umfasst etwa 75 km Mittelspannungsleitungen und 90 km Niederspannungsleitungen, die weitgehend  unterirdisch verlaufen, sowie ca. 80 Netzstationen.
    Das Elektrizitätswerk Toblach versorgt derzeit im eigenen Netz knapp 3600 Abnehmer. Der Jahresenergieverbrauch liegt bei 30 Mio. kWh mit einer Jahreseigenproduktion von 9-10 Mio. kWh.